Theater-AG der Sekundarstufe zeigt Alice im Anderland

Alice im Anderland: Theater-AG sorgt für eine Aufführung, die zum Nachdenken anregt

6. Juni 2019

Wie geht das Leben für Alice nach dem Wunderland eigentlich weiter? Anknüpfend an das Märchen des britischen Schriftstellers Carroll findet sich die junge Protagonistin in „Alice im Anderland“ von Stefan Altherr auf einmal in der Psychiatrie wieder. Blaue Glücklichmacher bringen Alice ins Anderland. Dort verwandeln sich die anderen Insassinnen der Nervenheilanstalt in die Figuren des Kindermärchens, überlagert von ihren psychologischen Beschwerden: der Hutmacher leidet an einem Kriegstrauma, die Herzogin wiegt ihr totes Kind in Form eines Kissens in den Schlaf, das Kaninchen leidet an Verfolgungswahn.

Die Theatergruppe unter der Leitung von Lisa Pfau verstand es, das Publikum ab der ersten Sekunde mit in den Strudel der Gefühle, Verwirrungen und Absurditäten zu nehmen. So erlebten die Zuschauer am 5. Juni 2019 eine Aufführung, die erst gegen Ende auflöste, was eigentlich noch real ist. Musikalische Untermalung auf der Ukulele und unvorhersehbare Wendungen im Stück ließen den Abend im Nu vergehen, hinterließen jedoch das eine oder andere Fragezeichen in den Köpfen der Gäste. Dass das Stück zum Nachdenken und Reflektieren anregte, zeigte sich nach dem tosenden Applaus, als Publikum und Schauspielerinnen auf der Bühne ins Gespräch kamen.

akz/PR

Alle Bilder © Deutsche Schule Shanghai